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Periorale Dermatitis (Mundrose)

Die Mundrose (periorale Dermatitis) ist eine Entzündung der Gesichtshaut. Diese Namensgebung resultiert aus zwei Gegebenheiten: Die Mundrose tritt zum einen verstärkt im Mundbereich auf und ähnelt zum anderen in ihrem Erscheinungsbild der Hauterkrankung Gürtelrose.

Die Mundrose ist nicht ansteckend oder gefährlich, stellt jedoch in der Regel ein störendes kosmetisches Problem dar. Hauptsächlich sind Frauen jungen und mittleren Alters betroffen, die viele Kosmetika und Pflegeprodukte benutzen. Als Ursache vermutet man bei der Mundrose eine Abhängigkeit der Haut von Cremes. Wahrscheinlich wird die natürliche Hautbarriere durch die Nutzung vieler Kosmetika gestört, sodass die Haut chronisch austrocknet. Des Weiteren können verschiedene äußere Einflüsse wie zum Beispiel die Antibabypille oder Sonnenlicht die Mundrose verursachen oder verstärken. Die Nutzung von kortisonhaltigen Cremes führt vorübergehend zur Besserung der Mundrose, nach Absetzen kehren die Entzündungen jedoch verstärkt zurück.

Bei der Mundrose kommt es zu trockener, brennender Haut und kleine rötliche Knoten mit Pusteln, welche besonders um den Mund und die Augen auftreten. Die Diagnose lässt sich anhand der typischen Vorgeschichte in Verbindung mit dem klinischen Bild stellen.

Zur Behandlung der Mundrose sollten die infrage kommenden Auslöser gemieden werden. Es ist empfehlenswert, die Haut von Cremes und Kosmetika zu entwöhnen. Anfangs führt die Therapie häufig dazu, dass sich die Symptome verstärken, nach wenigen Wochen bildet sich die Mundrose jedoch vollständig zurück. In einigen Fällen wird die Mundrose zur Verbesserung des Hautbilds zusätzlich mit Antibiotika behandelt. Die Prognose der Mundrose ist gut. Ihr kann durch die sparsame Nutzung gut verträglicher Kosmetika vorgebeugt werden.

Dermatitis, atopische: Definition 

Die Mundrose (periorale Dermatitis) ist eine auf das Gesicht beschränkte, chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut. Sie tritt vermutlich in Zusammenhang mit starkem Gebrauch von Hautpflegeprodukten und Make-up auf.

Die Mundrose erhielt ihren Namen aufgrund der typischen, mundbetonten Lokalisation und der Ähnlichkeit mit der Erkrankung Gürtelrose. Sie ist nicht gefährlich oder ansteckend, stellt jedoch für viele Betroffene ein ästhetisches und kosmetisches Problem dar.

Vorkommen 

Die Mundrose betrifft vorzugsweise Frauen im jüngeren und mittleren Lebensalter. Sie tritt in den letzten Jahrzehnten, parallel zum Wohlstand und vermehrtem Gebrauch von Kosmetikartikeln, in den Industrieländern gehäuft auf.

Dermatitis, atopische: Diagnose

Die Diagnose der Mundrose (periorale Dermatitis) kann aufgrund der Vorgeschichte in Verbindung mit dem typischen Erscheinungsbild gestellt werden. Im Gespräch wird nach den gewohnheitsmäßig verwendeten Hautpflegemittel gefragt. Eine allergische Hautreaktion, zum Beispiel in Form eines Kontaktekzems oder eine chronische Hauterkrankung wie die Rosazea müssen diagnostisch ausgeschlossen werden.

Dermatitis, atopische: Symptome

Bei der Mundrose (perorale Dermatitis) klagen die Betroffenen über ein trockenes, brennendes Gefühl der Haut, welches durch die Nutzung von Cremes gebessert wird. Das Gesicht ist meist etwas geschwollen und gerötet. Zusätzlich finden sich kleine, höchstens zwei Millimeter große, rötliche Knötchen mit Pusteln in der Mitte.

Die Mundrose tritt vor allem um die Mund- und Augenregion auf. Um die Lippen verbleibt ein etwa zwei Millimeter, nicht befallener Randsaum. Die Symptome der Mundrose werden bei Frauen unmittelbar vor Beginn der Regelblutung häufig verstärkt.

Dermatitis, atopische: Therapie

Die Therapie der Mundrose (periorale Dermatitis) besteht hauptsächlich darin, die Ursachen der Erkrankung zu vermeiden. Es ist ratsam, die Haut von Kosmetika zu entwöhnen und vorübergehend nur mit Wasser zu reinigen. Hierbei ist es sinnvoll, die gewohnten Cremes nach und nach immer weniger zu verwenden, da abruptes Absetzen die Symptome verstärken kann. Es empfiehlt sich allerdings, die Creme, anfangs unabhängig von der Tageszeit, nur bei starkem Trockenheits- und Spannungsgefühl einzusetzen.

Zusätzlich kann die Mundrose mit Antibiotika mit Wirkstoffen wie Tetracyclin und Erythromycin behandelt werden. Diese werden in mittelschweren Fällen lokal aufgetragen, in schweren Fällen als Tabletten verabreicht.

Dermatitis, atopische: Ursachen

Die genaue Ursache der Mundrose (periorale Dermatitis) ist nicht geklärt. Der begünstigende Faktor zur Ausbildung der Erkrankung ist trockene Haut, manchmal in Verbindung mit einer Neurodermitis. Von der Mundrose betroffen sind ausschließlich Personen, die regelmäßig Feuchtigkeitscremes, Make-up und andere Pflegeprodukte im Gesicht benutzen. Möglicherweise führt die daraus resultierende Überfeuchtung der Haut zu einer Störung der natürlichen Barriere. Außerdem kommt es zu einer vermehrten Austrocknung und Irritation. Dies führt dazu, dass betroffene Personen vermehrt zu Pflegeprodukten greifen: Ein Teufelskreis entsteht. Prinzipiell kann jede Feuchtigkeitscreme eine Mundrose verursachen, die Haut ist jedoch für einige Produkte anfälliger als für andere. Dies macht eine zusätzliche Reizung durch bestimmte Inhaltsstoffe als Ursache wahrscheinlich.

Neben Kosmetikartikeln kann eine Mundrose auch durch andere äußere Einflüsse hergerufen oder verstärkt werden. So können bestimmte Zahnpasten oder die Antibabypille dazu beitragen, dass sich eine Mundrose ausbildet. Hormonschwankungen im Rahmen des Menstruationszyklus, ein Pilzbefall des Magen-Darm-Trakts und über lange Zeit einwirkendes Sonnenlicht kommen zusätzlich als Ursachen in Betracht. Kortison lindert die Beschwerden der Mundrose vorübergehend, nach Absetzen kehrt die Erkrankung jedoch in verstärkter Form zurück.

Dermatitis, atopische: Verlauf und Vorbeugen

Die Mundrose (periorale Dermatitis) nimmt unbehandelt einen schubartigen, langwierigen (chronischen) Verlauf. Sie kann in einigen Fällen auch von selbst ausheilen.

Die Prognose der Mundrose ist sehr gut, wenn die Haut von Cremes entwöhnt wird. Die Abhängigkeit der Haut verringert sich bei konsequenter Therapie schnell. Betroffenen wird allerdings ein hohes Maß an Mitarbeit und Selbstdisziplin abverlangt. Zu Beginn haben diese häufig das Gefühl, die Haut würde durch den Entzug der Kosmetika stärker spannen beziehungsweise das unangenehme Hautgefühl sei verstärkt. Durch konsequente Behandlung heilt die Mundrose jedoch innerhalb von vier bis sechs Wochen in den meisten Fällen folgenlos ab.

Komplikationen

Ist die betroffene Haut im Gesicht stark geschädigt, können in der Folge durch Bakterien verursachte Entzündungen entstehen, welche behandelt werden müssen.

Der Mundrose (periorale Dermatitis) kann durch einen sparsamen Umgang mit gut verträglichen Kosmetikartikeln vorgebeugt werden.


Dr. (VAK Moskau) med. Vadym Volpov

Facharzt FMH Dermatologie & Venerologie, Phlebologie SGP,
ästhetische Chirurgie (A), Lasermedizin SGML