Leistungen

Altersflecken, Muttermale, Leberflecken (Lentigo)

von Dr. (VAK Moskau) med. Vadym Volpov, Hautarzt, Feuerthalen

Unterschiede zwischen Leberflecken, Muttermalen, Altersflecken, Lentiginges.
Abgrenzung  zwischen gutartigen Hautflecken, Leberflecken, Altersflecken, Muttermalen und dem bösartigen schwarzen Hautkrebs (Melanom)
Behandlungsmöglichkeiten in unserem Zentrum für Venenerkrankungen, Dermatologie und Lasermedizin in Feuerthalen und Zürich.

Dermatologische Untersuchungsutensilien


Altersflecken

Auf der Haut eines jeden Menschen sind verschiedene dunkel gefärbte Hautflecken zu finden. Im Volksmund werden diese als Muttermal, Leberfleck oder Altersfleck zusammengenommen. Die medizinisch-wissenschaftliche Bezeichnungen dafür sind Lentigines, Basalzellpapillom, Nävi, Hyperpigmentierungen.
Altersflecken kommen vor allem an den Handrücken und im Gesicht vor.
Altersflecken, Muttermale oder Leberflecken können sich im Laufe des Lebens verändern. Sie können grösser werden oder sich vermehren. Für diese Veränderungen können Umwelteinflüsse wie die UV-Bestrahlung oder körpereigene Faktoren wie z. B. die Erbanlagen, die Schwangerschaft oder hormonelle Einflüsse während der Wachstumsphase  in Frage kommen

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) sind gutartige Hautveränderungen, die zunehmend im späten Erwachsenenalter auftreten: Die bräunlichen, bis wenige Zentimeter großen Pigmentflecken bilden sich vor allem im Gesicht, auf den Handrücken und am Dekolleté.

Altersflecken entstehen durch Pigmentansammlungen in der Oberhaut. Sie sind die Folge einer Schädigung der Haut durch langjährige UV-Bestrahlung beziehungsweise durch dabei vermehrt anfallende sogenannte freie Radikale.

Altersflecken lassen sich mit hochdeckendem Make-up (Camouflage) abdecken sowie längerfristig mit Bleichcremes und verschiedenen Schälverfahren (physikalisches, chemisches oder mechanisches Peeling) behandeln. Besonders wirksam und schonend für das umgebende Gewebe ist die Entfernung von Altersflecken durch Lasern.

Wie allen Zeichen der Hautalterung kann man auch der Entstehung von Altersflecken in erster Linie durch den Schutz vor übermäßiger Sonnenbestrahlung vorbeugen. Zusätzlich ist es ratsam, Genussgifte wie Alkohol und Tabakrauch, die ebenfalls zur vermehrten Bildung freier Radikale beitragen, zu meiden und das körpereigene Schutzsystem gegen diese aggressiven Sauerstoffverbindungen durch eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen zu unterstützen.


Altersflecken: Definition

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zählen – wie Muttermale und Sommersprossen – zu den Pigmentflecken. Die bräunlichen Flecken auf der Haut entstehen durch eine örtlich vermehrte Ablagerung des bräunlichen Pigments Lipofuszin (auch Alterspigment genannt) in der Oberhaut. Ein Altersfleck ist immer scharf begrenzt und kann eine Größe von bis zu einigen Zentimetern erreichen. Die Hautflecken sind gutartig, stellen für die Betroffenen aber häufig ein kosmetisches Problem dar. Im Gegensatz zu den klassischen Sommersprossen sind sie dauerhaft sichtbar.

Häufigkeit

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zeigen sich im Lauf des Erwachsenenlebens mit zunehmender Häufigkeit. Je nach Ausmaß der UV-Bestrahlung können Altersflecken schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten; bei über 60-Jährigen sind in Deutschland über 90 Prozent von den Hautveränderungen betroffen. Besonders häufig sind Altersflecken bei hellhäutigen Menschen.


Altersflecken: Symptome und Diagnose

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) sind hellbraune, unregelmäßige, flache, scharf begrenzte Flecken auf der Haut. Diese Symptome finden sich überwiegend an den Stellen des Körpers, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, wie Handrücken, Unterarme, Gesicht und Dekolleté. Ein Altersfleck kann bis zu einige Zentimeter groß sein. Typischerweise treten Altersflecken zunehmend mit fortschreitendem Alter auf.

Bei Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) kommt zur Diagnose eine sogenannte Dermatoskopie zum Einsatz: Dabei beurteilt der Arzt die Hautveränderungen durch ein aufgesetztes Dermatoskop – ein Gerät mit achromatischer Linse (achromatisch = System aus Sammel- und Zerstreuungslinse) und Halogenlampe.

Eine Behandlung der Pigmentflecken – ob physikalisch, chemisch oder mechanisch – darf nur erfolgen, wenn zweifelsfrei feststeht, dass es sich bei den Hautflecken um Altersflecken handelt. In jedem Fall ist bei der Diagnose auszuschließen, dass sich hinter den braunen Hautverfärbungen etwas anderes, wie beispielsweise ein Hauttumor (Melanom), verbirgt.


Altersflecken: Therapie

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) erfordern aus medizinischer Sicht keine Therapie, da sie harmlos sind. Wenn Sie die Hautflecken jedoch aus kosmetischen Gründen schnell verschwinden lassen möchten, ist die sogenannte Camouflage geeignet: die kosmetische Abdeckung mit einem extrem deckenden Make-up. Sie birgt keine Risiken, hilft sofort und bietet sogar noch einen sicheren Sonnenschutz. Nachteil ist jedoch, dass diese Behandlungsweise (mit richtiger Farbauswahl und Auftragen des Make-ups) sehr aufwendig ist, nur bis zur nächsten gründlichen Hautreinigung hilft und am besten durch eine kosmetische Fachkraft erfolgt.

Längerfristig wirksame Methoden zur Behandlung von Altersflecken sind die  Q-switch Laser, Kältetherapie und verschiedene Bleich- und Schälverfahren (chemisches Peeling). Bei ihnen besteht jedoch die Gefahr einer ungewollten Farbveränderung der behandelten Hautbereiche, wobei auch die angrenzende, normal pigmentierte Haut mitbetroffen sein kann.

Bleichmittel

Bei Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) können zur Therapie verschiedene Bleichmittel zum Einsatz kommen: In den heute üblichen Bleichcremes sind verschiedene chemische Substanzen wie zum Beispiel Vitamin-A-Säure-Derivate oder Brunnenkresse-Extrakt enthalten, deren Wirkungsweisen sich grundlegend unterscheiden: Während Brunnenkresse-Extrakte einen ausgeprägten Bleicheffekt haben, kommt es durch Vitamin-A-Säure-Derivate zu einer Schälung der Oberhaut. Vor allem bei hohen Konzentrationen kann dies die Haut stark reizen. Daher gibt es kortisonhaltige Kombinationspräparate, die einer zu starken Reizung vorbeugen sollen.

Bei der Behandlung von Altersflecken mit den verschiedenen Bleichmitteln kann es zu Unverträglichkeiten mit Rötungen, Juckreiz und Quaddeln kommen. Deshalb sollten Sie die Cremes vor Behandlungsbeginn an einer kleinen Stelle, zum Beispiel auf der Innenseite des Handgelenks, testen. Außerdem können die Inhaltsstoffe in Verbindung mit UV-Bestrahlung zu Hautreizungen führen. Deshalb sollten Sie sie am Abend und möglichst in der sonnenarmen Zeit des Jahrs anwenden. Da die Cremes auch auf die angrenzenden, nicht pigmentierten Hautbereiche einwirken, sind sie vornehmlich für größere Flecken geeignet und sollten nicht zu lange und möglichst unter ärztlicher Aufsicht zum Einsatz kommen. Einige Präparate sind sogar verschreibungspflichtig.


Altersflecken: Ursachen

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) liegen als Ursachen Lichtschäden der Haut durch langjährige UV-Bestrahlung zugrunde. Sie entstehen, wenn sich das bräunliche Pigment Lipofuszin, auch als Alterspigment bezeichnet, anhäuft und in der Oberhaut ablagert.

Das für Altersflecken verantwortliche Alterspigment entsteht als Endprodukt aus einer bestimmten chemischen Reaktion: der Oxidation von ungesättigten Fettsäuren der Biomembranen. Durch UV-Licht entstehen besonders reaktionsfreudige Oxidationsmittel, die vermehrt zu Oxidationen und somit zur Bildung des Alterspigments führen: sogenannte freie Radikale. Vor allem die Hautzellen sind ihnen ausgesetzt.

Die Haut verfügt über ein komplexes Schutzsystem, um die aggressiven freien Radikale in Schach zu halten. Verschiedene Antioxidantien (Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen) unterstützen sie dabei. Durch intensive Sonneneinstrahlung erhöht sich jedoch nicht nur die Entstehung von freien Radikalen, gleichzeitig nimmt auch der Gehalt an schützenden Antioxidantien in der Haut rasch ab. Daher treten Altersflecken vor allem an den Stellen des Körpers auf, die besonders der Sonne ausgesetzt sind: Hände, Unterarme, Gesicht und Dekolleté. Helle Haut, Sonnenbrände oder häufige Sonnenbäder auch ohne Sonnenbrände, begünstigen ihre Entstehung.

Doch intensive Sonnenbestrahlung ist nicht die alleinige Ursache für Altersflecken: Neben UV-Licht fördern auch Genussgifte, wie zum Beispiel Alkohol und Tabakrauch (v.a. die im Rauch enthaltene Chemikalie Benzpyren) sowie verschiedene Medikamente und Nitrate beziehungsweise Nitrite aus der Nahrung eine übermäßige Bildung freier Radikale und die damit verbundene Zellalterung.


Altersflecken: Verlauf und Vorbeugen

Komplikationen

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) nehmen einen guten Verlauf ohne medizinisch erhebliche Komplikationen. Nach Peeling-Therapien besteht jedoch auf den behandelten Hautregionen ein erhöhtes Risiko für Infektionen und Entzündungen.

Nachsorge

Wenn eine Peeling-Therapie gegen Altersflecken zum Einsatz kommt, sollte im weiteren Verlauf eine geeignete Nachsorge erfolgen. So ist im Anschluss an das Peeling aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr eine Behandlung mit Antibiotika ratsam. Außerdem lässt sich die Heilung der betroffenen Haut durch spezielle Pflegemittel unterstützen.

Ob mit oder ohne kosmetische Behandlung: Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind empfehlenswert, um weiterhin verlässlich Altersflecken von bösartigen Hautveränderungen unterscheiden zu können.

Es gibt verschiedene einfache Maßnahmen, mit denen Sie Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) vorbeugen können. Allgemein gilt: Je heller die Haut ist und je mehr Sonne sie im Leben ausgesetzt war, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Altersflecken auftreten. Die einfachste Art, den Zeichen der Hautalterung wie Elastizitätsverlust und auch Altersflecken entgegenzuwirken, ist deshalb:

  • zu starke UV-Bestrahlung vermeiden und
  • für ausreichenden Sonnenschutz (z.B. durch Tagescremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor) sorgen

Ergänzend sollten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien (Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen) achten. Vor allem Vitamin E (Tocopherol) spielt bei der Vorbeugung von Altersflecken eine große Rolle, da es – innerlich wie auch äußerlich angewendet – die Fette der oberen Hautschicht vor Oxidation (und somit vor der Anhäufung des für Altersflecken verantwortlichen Alterspigments) schützt. Doch auch die anderen Antioxidantien sollten in ausreichendem Maße vorhanden sein, da sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen. Außerdem sollten Sie nicht rauchen und Alkohol vermeiden, um der Hautalterung entgegenzuwirken.


Dr. (VAK Moskau) med. Vadym Volpov

Facharzt FMH Dermatologie & Venerologie, Phlebologie SGP,
ästhetische Chirurgie (A), Lasermedizin SGML